UltimateAmSee unterliegt knapp im WM-Finale

Aber schön war es trotzdem

Platz / Team / Setzliste
1. Pantoffeltierchen (1)
2. UltimateAmSee im SC Weßling (3)
3. Flying Circus Innsbruck (4)
4. Disc-o-Fever Würzburg (2)
5. Team Abbach-Regensburg (7)
6. SOUL Landsberg (9)
7. Wer(f)wölfe Augsburg (12)
8. PickUp (5)
9. Die 7 Schaben Stuttgart (8)
10. WegWerfGesellschaft München (6)
11. Gentlemen Sport (11)
12. Maultaschen Tübingen/ULMtimate Ulm (10)
13. "Friss die Frisbee" Geretsried (13)
14. "Awesome !" Munich (14)

Ergebnis Spiritwertung

Platz / Team
1. Flying Circus Innsbruck
2. Maultaschen Tübingen/ULMtimate Ulm
3. Wer(f)wölfe Augsburg
4. Disc-o-Fever Würzburg
4. UltimateAmSee
4. Die 7 Schaben Stuttgart
7. PickUp
8. "Friss die Frisbee" Geretsried
9. WegWerfGesellschaft München
10. Team Abbach-Regensburg
11. SOUL Landsberg
12. "Awesome !" Munich
13. Pantoffeltierchen
14. Gentlemen Sport

Weßling - Am 17. Juli fanden sich insgesamt 14 Teams ein, die an dem Weßlinger Mini-Mix auf unserem schönen Sportgelände teilnahmen. Bereits die Freitagsankömmlinge mussten mit der geballten Kraft aus Weßling kämpfen, die allerdings nicht vom Feld, sondern vom Himmel kam. Die meisten flüchteten in der von Sturm, Regen und Hagel geplagten Nacht in die Sporthalle.
Diese kräftezehrenden Stunden waren jedoch am nächsten Morgen vergessen, weil ein umfangreiches Bio-Frühstück auf die Sportler wartete. Gestärkt konnte um 9.30 Uhr der Spielbetrieb auf insgesamt vier (in Anbetracht der langen Trockenheit relativ gut bespielbaren) Feldern begonnen werden. Gespielt wurde in zwei 7er-Pools mit 1/6-Mixed als Spielmodus.
Das UaS-Team hatte die ersten 35 Minuten die altbekannten „Wer(f)wölfe“ aus Augsburg als Gegner. Zwar wurde das Spiel gewonnen (10:7), unsere Leistung wurde aber durchaus als noch steigerungsfähig bewertet.
Ein sehr junges Team stand uns als nächster Gegner bevor. Wegen des unsicheres Spiels des „FrissDieFrisbee“-Teams, denen viele kleine Fehler unterliefen, konnten wir davon ziehen und gewannen mit deutlichem 11:5 Vorsprung.

Ab 13.30 Uhr war eine einstündige Mittagspause angesetzt. Unsere Kuchenbar mit frischen Waffeln (!) und der Wirt der Sportgaststätte versorgten den kleinen und großen Hunger der Sportler.
Für das UaS-Team ging es als nächstes gegen die „SiebenSchaben“ (nicht Schwaben, Olly;-)) weiter, ebenfalls eine recht junge und flinke Mannschaft. Man wartete und wartete auf den ersten Punkt der dann endlich nach gefühlten 15 Minuten auch passierte und zwar nicht auf unserer Seite. Nach einem Timeout konnte die gegnerische Offense durch eine gut stehende Zonendeckung kontrolliert werden. Der ungewöhnlich niedrige Endstand (4:2) kann aber auch dem Wind zugeschrieben werden, der uns das ganze Spiel über ärgerte und so manchen Catch unmöglich machte. Zwar gewannen wir auch dieses Spiel, doch wir hatten Verluste zu beklagen: Olly stürzte bei einem Dive auf die Hüfte, musste das Feld humpelnd verlassen und konnte sich von nun an ganz der Aufgabe des Hauptorganisators widmen.
Die letzten zwei Spiele am Samstag waren gegen die „WegWerfGesellschaft“, eine Mannschaft mit erfahrenen Spielern aus München und gegen „SOUL“ aus Landsberg. Beide Spiele gewannen wir recht deutlich (WWG 13:3, SOUL 8:3), wobei wir uns gegen die jüngeren Landsberger etwas schwerer taten. Letztendlich lohnte sich jedoch unsere Taktik ein besonders „Auge“ auf Bernhard zu haben, über den fast alle Pässe liefen.
Nachdem alle Mannschaften zu Abend gegessen hatten, war Partytime angesagt. Ralf hatte eine Auswahl an Getränken u.a. Softdrinks, Longdrinks und sogar Cocktails vorbereitet, die es nur noch zu mixen galt. Außerdem sorgte eine professionelle Musikanlage und Yvonne's Weihnachtsstern-blink-Beleuchtung für die richtige Atmosphäre. Trotz des feuchten Regenwetters wagten sich ein paar Frisbeeler (man muss dazu sagen, dass viele Mannschaften die Nacht über Heim gefahren waren) auf die Party. Auch wenn die Party viel Aufwand war, muss man sagen, es hat sich gelohnt. Jeder hatte seinen Spaß, sei es beim Trinken, Tanzen, Reden, Cocktails-mixen, Frisbeeleuchtscheibenwerfen oder ja … Schachspielen! Die Mannschaften, die es bis etwa 3:00 Uhr morgens aushielten - vielleicht auch ein paar Minuten länger - waren neben Dauerpartysieger Bernhard, die Würzburger und noch ein paar Spieler.

Etwas müde aber trotzdem motiviert trafen alle Mannschaften am nächsten Morgen am Bio- Frühstücksbuffet zusammen. Um 9:30 Uhr ging es dann los.
UaS hatte gleich das erste Spiel des Tages und letzte Gruppenspiel gegen „Disc-O-Fever“ aus Würzburg. Wir hatten von Anfang an einen bemerkenswert guten Start und das obwohl fünf der Spieler bis zum Schluss der Party bleiben wollten bzw. mussten ;-). Das ganze Spiel über waren wir die wacheren und eroberten ein ums und andere mal in der Defense die Scheibe. So kamen wir zum wohlverdienten 8:6 und konnten uns über das „Ticket“ zum Halbfinale freuen.
In diesem trafen wir dann auf unsere Freunde aus Innsbruck nämlich „Flying Circus“, die unserem WM auch einen internationalen Touch verliehen. Den Gegnern fiel es schwer einen vernünftigen Angriff gegen unsere „bombensicher“ stehende Zone zu spielen und so ergatterten wir Punkt um Punkt. Nach ca. 45 Minuten stand es dann 16:5 für uns, nachdem „Flying Circus“ am Ende noch drei Punkte auf einem Schlag aufgeholt hatte.

Um 14:30 Uhr stand uns dann das große Finale gegen die „Pantoffeltierchen“ bevor, einer Mannschaft mit vielen erfahrenen Spielern, die sich schon in der Frisbeewelt ein gehöriges Ansehen verschafft hatte. Deshalb auch unser Cheer: „Generationswechsel“. Das große Missgeschick auf unserer Seite bahnte sich schon in den ersten paar Minuten an, als Rahim und Ralf aus dem vollen Lauf zusammen stießen und erst einmal für einen Schreckmoment sorgten. Dabei brach sich Ralf leider das Handgelenk und musste mit Eis versorgt werden. Rahim konnte nach einer kurzen Pause glücklicherweise wieder ins Spiel eingreifen. Im Spielgeschehen wurde jeder Punkt hart umkämpft, wobei die Gegner meiner Meinung nach etwas zu verbissen auftraten und z.B. unnötig hart markten. Es gab auch den ein und anderen Foulcall (auf beiden Seiten), was das Spiel immer wieder kurz unterbrach. Zusammenfassend kann man sagen, dass das Spiel zwar nicht schön aber spannend war, denn die Punktfolge war immer abwechselnd. Am Ende unterlagen wir mit 8:10, was unsere Stimmung aber nur wenig schmälerte, weil wir durchaus mit unserer Leistung zufrieden sein konnten, wie auch mit der Turnier-Gesamtleistung. Laut Trainer Rahim hatten wir uns „vom ersten bis zum letzten Spiel gesteigert“.
„Pantoffeltierchen“ gewann somit vor uns und dem Team „Flying Circus“ den ersten Platz. Spiritsieger des Tuniers wurden „Flying Circus“. Platz zwei teilten sich die Teams „Maultaschen“ aus Tübingen und „ULMtimate“. Über Platz drei konnten sich die „Wer(f)wölfe“ freuen.

Als Gesamtresumee bleibt zu sagen, dass die WM 2010 ein voller Erfolg war. Auch vom Organisatorischen lief alles soweit glatt. Freuen wir uns also auf nächstes Jahr !!!

Mit dabei waren:
Ralf, Rahim, Yvonne, Sandro, 2x Philipp, Olly, Peter, Christoph, Moritz, Martin, Maddin, Lisa

Autor: Lisa Schwarz



C-Reli Südost Indoor Open 2010

Platzierung:

Platz Oberer Pool: Siege (Platzierungspool) Niederlagen (Scores im Dreiervergleich)

Dritte Liga:

1. Disc-o-Fever Würzburg 5 0
2. Yeahaw! Berlin 4 1
3. BayBees Bayreuth 2 3 (+3)
4. UltimateAmSee (SC Weßling) 2 3 (-1)

Vierte Liga:

5. Gummis Karlsruhe 2 2 3 (-2)
6. DJ Dahlem Berlin 0 5

Unterer Pool:
7. Goldfingers Potsdam 3 0
8. Tiefseetaucher München (Spiritsieger) 2 1
9. To-get-her Gemmrigheim 1 2
10. Wer(f)wölfe Augsburg 2 0 3

Das Weßlinger Team von UltimateAmSee (UaS) erreichte zwar durch 2 Siege und 2 Niederlagen (Samstag) den oberen Pool, kam aber im ersten von drei Sonntagsspielen gegen Yeahaw! Berlin immer ein Quäntchen zu spät oder man verwarf von selbst. Eine verdiente Niederlage war die Folge und die eh geringen Chancen auf das Erreichen der 3.Liga waren damit fast auf den Nullpunkt gesunken. Nur eine relativ unwahrscheinlich Konstellation (UaS musste in jedem Fall die letzten beiden Spiele gewinnen und der Konkurrent Karlsruhe beide Spiele verlieren, das Spiel gegen UaS dann auch relativ hoch). Dadurch ohne Druck spielte das einheimische Team UltimateAmSee dann sauberes Ultimate Frisbee, zeigte schöne Spielzüge und war energisch und erfolgreich in der Zonenverteidigung. Ein unerwarter Sieg gegen den Favorit Karlsruhe war die Folge. In den letzten Sonntagsspielen ging es dann für die beiden Teams im Fernduell um alles. UaS musste vorlegen und "erledigte" souverän die DJs aus Berlin. Im letzten Turnierspiel der Weßlinger Sporthalle traf dann der ungeschlagene Turnierfavorit Würzburg (sie standen als Turniersieger fest) auf Karlsruhe. Verlor Karlsruhe war klar, dass die Plätze 3-5 im Dreiervergleich errechnet werden mussten (jedes Team hatte 2 Siege im oberen Pool), wobei auch beim direkten Vergleich Gleichstand herrschte. Dadurch würden die Scores untereinander in die Rechnung kommen und da war Bayreuth am besten und zwischen Karlsruhe und Weßling würde letztendlich ein Punkt zugunsten UltimateAmSee Weßling das Kriterium zum Erreichen des 4.Platzes sein und damit das unerwartete Erreichen der 3.Liga die Folge sein. Und Würzburg zeigte trotz anfänglicher Schwächen und einer Karlsruher 4:1-Führung dann den berühmten Ultimate Spirit, drehte nach der Hälfte der Spielzeit auf und gewann auch das letzte Spiel mit 10:6. Somit schlüpfte UltimateAmSee im letzten Moment, quasi durch die Hintertür, Richtung 3.Liga...

Zeitungsbericht über den Aufstieg in die 3.Liga